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hello everybody

Hier also meine ersten Eindruecke aus down under. Unglaublich, dass es doch noch soweit gekommen ist. Da die Jungs in Berlin leider ein bisschen Stress mit Horst hatten, hat mein Reisepass wohl etwas laenger gebraucht als normal. Letzte Woche Montag war er dann da und ab da gings was schneller. Dienstag hatte ich ein Visum,  Mittwoch einen Flug und am Montag, den 14. gegen 21.20 das letzte mal fuer 101 Tage deutschen Boden unter den Fuessen. Nach etwas mehr als 5 Stunden bin ich in Dubai gelandet. Was fuer eine Stadt. Leider konnte ich nicht aus dem Flughafen raus aber der Blick von oben hat gereicht um zu wissen, das ich auch da mal hintingeln werde, wenns die Zeit und mein Geldbeutel erlauben sollten. Die DutyFreeZone ist ca. so gross wie eine Etage des Centro in Oberhausen. Ich musste mich zwingen nur 5 Euro wechseln zu lassen, um dann beim Burger King ein mir bis dato unbekanntes Gericht zu bestellen. Immer umzingelt von freundlichen Arabern, die so ihre Lieblingswoerter hatten, wie mein Bruder Johannes mir bereits prophezeit hatte. So hiess es bei der Passkontrolle “hello my friend passport please” und als der gesichtet war “mister Lukas my friend this way please”.  Beim Burger King und in den Shops die gleiche unendliche Freundlichkeit. In Sachen Freunde/Zeiteinheit auf jeden Fall absoluter Rekord. Dann gings weiter in die naechste Maschine von Emirates Airlines. Gutes Essen, grosse Auswahl an Filmen und Musik, nette und gutaussehende Flugbegleiterinnen (ich wusste den Plural von Stewardess nicht). Alles Top bis auf die Beinfreiheit aber fuer meine zu lang geratenen Beine koennen die ja auch nichts.

Im Endeffekt hatte ich kein bisschen geschlafen, als ich planmaessig um 5.30 in Melbourne am Flughafen stand. Durch den security check bin ich doch einfacher gekommen als gedacht . Die vorher auszufuellenden passenger cards erfragen kritische Gepaeckstuecke. Besonders Holz, Tierprodukte und Waffen scheinen unerwuenscht zu sein. Ich hatte ein grosses Angelmesser, meinen Leatherman und Birkenholzkerzenstaender mit Bienenwachskerzen. Nach einem kurzen Schock, dass ich fast alle kritischen Fragen mit ja beantworten musste, und deshalb ein Interview mit dem Sicherheitspersonal bevorstand, war ich recht erleichtert, als der Securitymensch um 5.30 genauso wenig Bock hatte wie ich, meinen Koffer auseinanderzuklamuesern. Ich habe kurz erklaert was ich so alles dabei hab und er meinte “thats ok mate enjoy your stay”.

Am Ausgang haben mich bereits Pixie und Nick erwartet. Wie geil die beiden in ihrem Land wiederzusehn. Waehrend der Heimfahrt vorbei an der Skyline von Melbourne bei Nacht habe ich mich die ganze Zeit gefuehlt wie Pixie es knapp 1 Mio mal gesagt hat. “I just cant believe your here”.

Nach einem kurzen Snack und zwei Stunden schlaf hat Pixie mich mit in die Stadt genommen, wo ich dank dem schlechten Euro zu einer miserabelen Rate ein bisschen Geld gewechselt habe waehrend sie in der Uni war, um fuer die bevorstehende Deutschklausur zu lernen. Ich bin in der Zeit eineinhalb Runden mit dem gratis “tourist bus” durch Melbourne gefahren und  zwischendurch jetlegtechnisch weggepennt. In der Uni Melbourne durfte ich dann noch kurz ein bisschen Nachhilfe in deutsch geben.

Nach gefuehlten 2 Wochen ohne Schlaf kam selbiger mir Mittwoch abend doch sehr gelegen.

Morgens hab ich dann endlich mal meine Gastfamilie kennengelernt.

Caroline & Tony sind meine Gasteltern. Und neben Nick wohnen hier noch sein Bruder Rob mit seiner Verlobten und seine Schwester Felicity sowie die beiden Hunde Molly und Jessy. Der aeltere Bruder heisst Andrew und wohnt in England. Allesamt sehr nette herzliche Menschen.

Donnerstag abend bin ich mit Nick in einen Pub namens “der Raum”, um einen auf den Geburtstag seines Freundes Sam zu trinken. Dort hat man fuer ein Becks schlappe 9$ hingelegt, was die Gefahr des Betrinkens deutlich mindert. Ein Erdinger haette mich 13$ gekostet.

Freitag abend bin ich mit Felicity auf eine Party gegangen, deren Grund die bestandenen Zwischenpruefungen im Studium der Veterinaermedizin war. Hier war das Bier quite tasty und halb so teuer und das war im Nachhinein auch sehr wichtig, denn ich musste ja schliesslich den schandvollen “Loose” der deutschen Mannschaft mit ansehen. Wenn man mich als Fussballdesinteressierten fragt aber recht lustig, dass alle guten Teams versagen. Das bringt mal etwas frischen Wind in die ganze Sache. Am Morgen danach hat mir mein Kopf dann jedenfalls mitgeteilt, warum ein Pint nur 6,50$ gekostet hat. Solltet ihr also irgendwann mal bei einem Zapfhahn mit dem Namen Carlton Draught vorbeikommen meidet ihn, wenn ihr keine Freunde von dicken Koepfen seid. Gestern habe ich Nick dann bei seinem Aussie Football Spiel zugeguckt. Definitiv ein interessanter Sport aber ich hab bisher maximal die Haelfte der Regeln verstanden wuerde ich sagen. Abends bin ich dann mit Nick und seinem Kumpel Chris in ein Thai Restaurant gegangen. Ich war doch sehr verwundert als die beiden auf einmal ne Flasche Wein und n Sixer Bier auspacken und auf den Tisch stellen. Und der Dreistigkeit nicht genug kommt die Kellnerin und fragt, ob die das Bier kalt stellen soll und bringt Weinglaeser. Nach kurzer Erklaerung wusste ich: Das Ganze heisst BYO (bring your own) und geht in vielen Lokalen in Melbourne. Super Sache, denn mit gekauften Drinks ist ein Essen hier locker doppelt so teuer. Nach dem Essen haben wir uns noch pancakes mit Eis gemacht und ein paar Bierchen gezischt.

Ja was bleibt zu erzaehlen. Maximalgeschwindigkeit ausserorts 80km/h. Sehr krasse Strafen auf alle Art Verkehrsvergehen. Helmpflicht beim Fahrradfahren und Alkoholverbot in der Oeffentlichkeit. Ich dachte Deutschland waere streng. Das Wetter ist scheisse es regnet. Aber das die das hier Winter nennen halte ich immernoch fuer einen schlechten Scherz. Bei uns waere das locker ein gelungener Herbst es scheint sogar oft die Sonne und mehr als ein Pulli braucht man nicht als frosterprobter Westeuropaeer. Jetzt werde ich mich mal meiner Bewerbung widmen. Mit viel Glueck komme ich ueber die Connections meiner Gastfamilie an einen Job im Krankenhaus. So leicht wie man es mir vorher versichert hatte ist es wohl doch nicht, denn die Australier kennen sowas wie ein Pflegepraktikum nicht. Hier arbeitet nur im Krankenhaus wer auch einen Abschluss als Pflegekraft oder Arzt hat. Ich bin aber dennoch zuversichtlich das noch irgendwas zustande kommt. Das wars erstmal von mir Fotos folgen bei Zeiten. Wuerd mich wahnsinnig ueber Neuigkeiten und Rueckmeldung aus der Heimat freuen. Bis zum naechsten Blog,

Cheers

20.6.10 07:08

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